Chapter 6 - Section Standard Operating Procedure (SOP)
§ 6.1. Zielsetzung
§ 6.2. Personal Verwaltungsrichtlinien
§ 6.2.1. Zielsetzung
§ 6.2.2. Rekrutierungsrichtlinie
Die Rekrutierung innerhalb der 27th Marine Expeditionary Unit dient dem gezielten Aufbau und Erhalt eines leistungsfähigen, kameradschaftlichen und einsatzbereiten Verbandes. Ziel ist es, geeignete Interessenten strukturiert aufzunehmen und schrittweise in den Verband zu integrieren.
Grundsätzlich können sich alle interessierten Spieler bewerben, sofern sie:
- das 16. Lebensjahr erreicht haben,
- ein grundlegendes Interesse an Militärsimulation und Teamplay mitbringen,
- bereit sind, sich an Strukturen, Regeln und Standards des Verbandes zu halten,
- ein kameradschaftliches und respektvolles Auftreten zeigen,
- ArmA Reforger (PC/XBOX/PlayStation) besitzen.
Die Rekrutierung erfolgt in mehreren klar definierten Phasen:
- Erstkontakt und Vorgespräch: Der Interessent erhält grundlegende Informationen über Ausrichtung, Anspruch und Organisation der 27th MEU. Die Kontacktaufnahme, findet über den Discord Server statt
- Einschreibung als Recruit: Nach Zustimmung beider Seiten erfolgt die formelle Aufnahme als Recruit.
- Grundausbildung (Marine Corps Recruit Training) Der Recruit durchläuft die standardisierte Grundausbildung, um an die Standards des Verbandes herangeführt zu werden
- Übernahme als Marine - Nach erfolgreichem Abschluss der Grundausbildung erfolgt die Übernahme in den aktiven Dienst als virtueller Marine.
§ 6.2.3. Personal Zuweisungsrichtlinie
Die Personalzuweisung innerhalb der 27th Marine Expeditionary Unit dient der zielgerichteten Verwendung von Marines, der Sicherstellung der Einsatz- und Ausbildungsfähigkeit sowie der nachhaltigen Entwicklung des Verbandes. Ziel ist es, Personal leistungs-, qualifikations- und bedarfsorientiert einzusetzen. Grundsätzlich erfolgt die Zuweisung von Marines:
- entsprechend dem aktuellen Ausbildungs- und Qualifikationsstand,
- unter Berücksichtigung der individuellen Verwendungswünsche,
- nach dem Personalbedarf der einzelnen Elemente,
unter Wahrung der organisatorischen und operativen Balance des Verbandes.
Die initiale Personalzuweisung erfolgt in der Regel nach Abschluss der Grundausbildung. Marines werden dabei einem Squad, Platoon oder unterstützenden Element zugeteilt. Änderungen der Verwendung können erfolgen:
- auf Antrag des Marines,
- im Rahmen von Qualifikations- oder Führungsmaßnahmen,
- durch dienstliche Entscheidung zur Deckung eines Personalbedarfs.
Jede Personalzuweisung wird durch die zuständige Führungsebene geprüft und mit Absprache des Marines entschieden. Dabei wird sichergestellt, dass der Marine über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt oder diese durch gezielte Ausbildung erlangen kann. Die Personal-Zuweisungsrichtlinie stellt sicher, dass Fähigkeiten optimal genutzt, Verantwortlichkeiten klar definiert und faire, nachvollziehbare Entscheidungen getroffen werden, um die Einsatzbereitschaft und Stabilität der 27th Marine Expeditionary Unit dauerhaft zu gewährleisten.
§ 6.2.4. Beförderungsrichtlinie
Beförderungen innerhalb der 27th Marine Expeditionary Unit folgen einem einheitlichen, übergeordneten System, das sich am Promotion-Scoring-Modell des United States Marine Corps orientiert. Dieses Verfahren gewährleistet transparente, leistungsbezogene und faire Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der jeweiligen Verwendung und angestrebten Laufbahn. Die Voraussetzungen für eine Beförderung richten sich nach dem derzeit besetzten oder angestrebten Position (Quartier) und damit Verbundenen Lehrgängen und Qualifikationen sowie nach einem punktbasierten Bewertungssystem (Scoring). Dieses setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:
| Activity Points (AP) | Marines erhalten für jeden Anwesenheitstag im aktiven Dienst einen Activity Point. Marines im Reservedienst erhalten 0,5 Activity Points pro Anwesenheitstag. |
| Rifle Score (RS) | Der Rifle Score wird anhand der Leistungen des Marines auf dem Schießstand ermittelt. Einmal monatlich findet ein Rifle-Qualifikationsschießen statt, bei dem der Score erfasst und dokumentiert wird. Ergänzend werden regelmäßige Marksmanship-Trainings durchgeführt, um die Schießleistung kontinuierlich zu verbessern |
| Time in Service (TIS) | Die Gesamtzeit in Tagen, die der Marine der MEU angehört. Für Reservisten werden 0,5 Tage pro Kalendertag angerechnet. |
| Time in Grade (TIG) | Die Gesamtzeit in Tagen, die der Marine in seinem aktuellen Dienstgrad verbracht hat. Für Reservisten werden ebenfalls 0,5 Tage pro Kalendertag angerechnet. |
| Command Staff Points (CSP) | Der Commanding Officer (CO) kann Bonuspunkte an Marines vergeben, die sich aktiv in der Führungs- und Verbandsunterstützung engagieren. Dazu zählen unter anderem Tätigkeiten als Recruiting Staff, Operations Planner, Instructor oder in vergleichbaren stützenden Schlüsselverwendungen. |
| Command Recruiting Referrals (CRR) | Marines können Bonuspunkte für das Anwerben und Weiterleiten von Interessenten erhalten, sofern sich diese erfolgreich als Marine in der MEU einschreiben |
Zusätzlich müssen die für das besetzte Quartier festgelegten Ausbildungen und Qualifikationen gemäß § 3 Ausbildungs- und Qualifikationsstruktur abgeschlossen sein. Dieses System stellt sicher, dass Leistung, Engagement, Erfahrung und Verantwortung gleichermaßen in die Beförderungsentscheidung einfließen.
§ 6.2.5. Versetzungsverfahren
Versetzungen innerhalb der 27th Marine Expeditionary Unit dienen der sachgerechten Verwendung von Personal, der Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit sowie der individuellen Weiterentwicklung des Marines.
Eine Versetzung kann erfolgen:
- auf Antrag des Marines (Verwendungs- oder Laufbahnwunsch),
- auf dienstliche Anordnung zur Deckung eines Personalbedarfs mit Einverständnis des Marines,
- im Rahmen von Ausbildungs-, Qualifikations- oder Führungsmaßnahmen.
Grundlage jeder Versetzung ist eine fachliche und organisatorische Prüfung durch die zuständige Führungsebene. Dabei werden insbesondere berücksichtigt:
- der aktuelle Ausbildungs- und Qualifikationsstand,
- die Eignung und bisherige Leistung des Marines,
- der Personalbedarf der betroffenen Elemente,
- mögliche Auswirkungen auf Einsatz- und Ausbildungsfähigkeit.
Versetzungen erfolgen grundsätzlich transparent, nachvollziehbar und zweckorientiert. Der betroffene Marine wird vor Umsetzung informiert und erhält, sofern erforderlich, eine Einweisung oder Nachqualifikation für die neue Verwendung. Ziel des Versetzungsverfahrens ist es, die Fähigkeiten des Marines optimal einzusetzen, die Struktur des Verbandes zu stärken und gleichzeitig eine planbare, faire Personalführung sicherzustellen.
§ 6.2.5. Disziplinarverfahren
Das Disziplinarverfahren innerhalb der 27th Marine Expeditionary Unit dient der Sicherstellung von Ordnung, Disziplin und Kameradschaft. Es regelt das Vorgehen bei Verstößen gegen Regeln, Standards oder Anweisungen und stellt sicher, dass Maßnahmen fair, nachvollziehbar und verhältnismäßig erfolgen.
Grundsätzlich dürfen:
- Disziplinarmaßnahmen nur zielgerichtet, transparent und ohne Willkür erfolgen,
- Wiederherstellung der Ordnung und Lern- bzw. Erziehungswirkung müssen dabei im Vordergrund stehen,
- Sachverhalte müssen stets Einzeln bewertet werden.
Verstöße werden grundsätzlich auf der niedrigsten geeigneten Führungsebene behandelt. Je nach Schwere des Vergehens kann die Zuständigkeit vom Company Commander bis zur MEU Commanding Officer (MEUCO) Ebene reichen. Dabei gilt es folgendes Verfahren anzuwenden:
- Der Verstoß wird durch den Vorgesetzten festgestellt und kurz dokumentiert (Datum, Sachverhalt, Beteiligte).
- Sofern erforderlich, werden Beweise (Screenshots, Logs und/oder Zeugenaussagen) gesichert.
- Dem betroffenen Marine muss die Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben werden.
Ist der Sachverhalt vor Einleitung einer Meldung oder eines Verfahrens klärungsfähig, hat die Klärung unverzüglich zu erfolgen. In diesem Fall sind alle Dokumentationen vollständig zu löschen bzw. zu vernichten. Sollte ein Verfahren eingeleitet werden, können je nach Schweregrad des Verstoßes und nach Wunsch des Betroffenen folgende Verfahrensformen und Maßnahmen angewendet werden:
§ 6.2.5.1 Informelles Verfahren (Administrative Maßnahme)
- Wird bei geringfügigen Verstößen angewendet.
- Ziel: Ermahnung, Korrektur und Prävention.
- Durchführung durch den direkten Vorgesetzten oder den Company Commander.
- Dokumentation im MIS: Nein
§ 6.2.5.2 Formelles Verfahren (Disziplinarverfahren)
- Wird bei mittleren bis schweren Verstößen angewendet.
- Es erfolgt eine offizielle Untersuchung, Dokumentation, Anhörung und Bewertung.
- Durchführungsinstanz: Company Commander oder MEU Commanding Officer, mit oder ohne neutraler Jury abhängig vom Schweregrad.
- Dokumentation im MIS: Ja
§ 6.2.5.3 Formelles Sonderverfahren (Disziplinarverfahren)
- Wird bei mittleren bis schweren Verstößen angewendet die Angehörige der Command Group betreffen
- Es erfolgt eine offizielle Untersuchung, Dokumentation, Anhörung und Bewertung.
- Durchführungsinstanz: Company Commander oder ein „Interim Investigator“ mit neutraler Jury abhängig vom Schweregrad.
- Dokumentation im MIS: Ja
§ 6.2.5.4 Mögliche Disziplinarmaßnahmen
- Ermahnung / Verwarnung (schriftlich oder mündlich, je nach Fall)
- Nachschulung (Erneutes durchlaufen bestimmter Ausbildungsthemen, je nach Fall)
- Temporäre Dienstsuspendierung (z. B. für eine bestimmte Anzahl von Veranstaltungen)
- Ausschluss von Operationen/Ausbildungen (zeitlich begrenzt)
- Versetzung (in eine andere Verwendung oder Funktion)
- Degradierung (bei wiederholten oder schwerwiegenden Verstößen)
- Ausschluss aus der Einheit (bei besonders gravierenden oder wiederholten Verstößen)
Bei strittigen Entscheidungen kann der Betroffene eine Nachprüfung durch eine höhere Führungsebene beantragen. Die Entscheidung wird dann neu bewertet und gegebenenfalls angepasst. Nach Abschluss des Verfahrens wird der Fall dokumentiert und ggf. Lehren für zukünftige Abläufe gezogen, um Wiederholungen zu vermeiden. Diese Disziplinarrichtlinie gewährleistet, dass die 27th Marine Expeditionary Unit ihre Standards und Werte konsequent schützt, während sie gleichzeitig faire und nachvollziehbare Verfahren sicherstellt.
§ 6.2.6. Entlassungs- und Wiedereinsetzungsverfahren
§ 6.2.7. Nachweisdokumentation
§ 6.3. Ausbildungsrichtlinien
§ 6.3.1. Zielsetzung
§ 6.3.2. Ausbildungs- Pipeline
§ 6.3.3. Planungsverfahren
§ 6.3.4. Ausbildungsdurchführung
§ 6.3.5. Nachweisdokumentation
§ 6.4. Modifikationsrichtlinien
§ 6.4.1. Zielsetzung
§ 6.4.2. Auswahlverfahren
§ 6.4.3. Prüfungsverfahren
§ 6.4.4. Nachweisdokumentation
§ 6.5. Einsatz- u. Operationsrichtlinien
§ 6.5.1. Zielsetzung
§ 6.5.2. Planungsverfahren
§ 6.5.3. Operationsdurchführung
§ 6.5.4. Nachweisdokumentation
§ 6.6. Mitgliedervereinbarung (Marine Manual)
§ 6.6.1. Zielsetzung
a Member Agreement Das Marine Manual ist ein von der gesamten Gemeinschaft erarbeitetes Verhaltens-Regelwerk, das die Grundwerte, den Verhaltenskodex, Rechte und Pflichten sowie die Befehlsgebung der Einheit definiert. Es gilt ausnahmslos für alle Angehörigen der 27th Marine Expeditionary Unit und auf allen Plattformen, die mit unserer Einheit in Verbindung stehen. Änderungen am Marine Manual dürfen ausschließlich durch die 27th MEU beschlossen werden. Voraussetzung ist eine Abstimmung mit einer Mindestmehrheit von drei Vierteln (¾) der stimmberechtigten Mitglieder sowie die schriftliche Zustimmung des Commanding Officer (CO) MEU.
§ 6.6.2. Grundwerte
§ 6.6.2.1 – Disziplin und Gehorsam
Jeder Marine ist verpflichtet, Befehle unverzüglich, vollständig und ohne Diskussion auszuführen. Disziplin bedeutet nicht nur äußere Ordnung, sondern auch innere Haltung: Selbstbeherrschung, Zuverlässigkeit und Eigenverantwortung. Die praktische Umsetzung zeigt sich darin, dass Aufgaben selbstständig und akkurat erledigt werden und Befehle während einer Mission nicht hinterfragt werden.
§ 6.6.2.2 – Respekt und Loyalität
Ein Marine begegnet Kameraden, Untergebenen und Vorgesetzten mit Respekt, Anstand und Kameradschaft. Loyalität gilt der Einheit, der Mission und den Kameraden. Dies zeigt sich in der korrekten Anrede von Kameraden und Vorgesetzten, in der gegenseitigen Unterstützung sowie in der Einhaltung von Regeln, Protokollen und Traditionen.
§ 6.6.2.3 – Verantwortungsbewusstsein
Jeder Marine trägt Verantwortung für das eigene Verhalten, die Teamleistung und die Wahrung des Ansehens der Einheit. Offiziere tragen zusätzlich Verantwortung für die Ausbildung und Entwicklung der ihnen unterstellten Marines. Beispiele hierfür sind die Pflege von Personalakten im Unit Commander, die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft und die kontinuierliche fachliche Weiterbildung.
§ 6.6.3. Rechte und Pflichten
§ 6.6.3.1 – Mitgliedschaft und Austritt
Die Mitgliedschaft ist freiwillig. Ein Austritt kann jederzeit mündlich oder schriftlich beim HQ erklärt werden. Auf Antrag können personenbezogene Daten nach dem Austritt gelöscht werden.
§ 6.6.3.2 – Nutzung technischer Ressourcen
Alle Marines haben kostenfreien Zugang zu Discord, TeamSpeak, der Webseite und den Game-Servern. Freiwillige finanzielle Unterstützung ist erlaubt; Vorrechte für zahlende Mitglieder bestehen jedoch nicht.
§ 6.6.3.3 – Vorschlags- und Informationsrecht
Jeder Marine hat das Recht, Vorschläge oder Änderungswünsche an das Command Element weiterzuleiten oder Informationen einzuholen. Die Headquarter and Service Company prüft diese, legt sie dem Command Staff vor und gibt anschließend Rückmeldung an die Einheit.
§ 6.6.3.4 – Dienstpflichten
Jeder Marine hat die Pflicht, sich bestmöglich an Ausbildungen und Einsätzen der 27th Marine Expeditionary Unit zu beteiligen und sich rechtzeitig über den Kalender zu informieren sowie sich entsprechend an- bzw. abzumelden.
§ 6.6.3.5 – Ausbildungssystem
Jeder Marine hat mindestens einmal das Marine Corps Recruit Training zu absolvieren und – abhängig von Rolle und Qualifikation – die entsprechenden Fachausbildungen zu durchlaufen. Regelmäßige Prüfungen und Leistungskontrollen sichern die Einsatzbereitschaft und schließen Kenntnislücken.
§ 6.6.3.6 – Vorteilsnahme
Die Nutzung vorteilsverschaffender Software, Hardware, Bugs, Glitches oder Exploits ist strengstens untersagt. Verstöße werden als Disziplinarvergehen geahndet und können bis zur Entlassung führen.
§ 6.6.4. Verhalten und Auftreten
§ 6.6.4.1 – Auftreten und Identifizierung
Marines treten stets diszipliniert, professionell und kameradschaftlich auf. Jeder Marine ist daher verpflichtet, das Einheits-Präfix vor seinem Namen zu tragen, sofern dies technisch möglich ist. Dabei ist das Einheits-Präfix „[27.MEU]“ folgendermaßen zu führen:
- ArmA Reforger (Steamname): [27.MEU] 2ndLt S. Pierce
- TS/Discord (Fremdserver): [27.MEU] 2ndLt S. Pierce
- TS/Discord (MEU-Server): 2ndLt S. Pierce
§ 6.6.4.2 – Verhalten gegenüber Offizieren
Wird ein Marine von einem Offizier oder höheren Offizier (ab O-1 | Second Lieutenant) angesprochen, setzt er stets „Sir“ oder „Ma’am“ hinter seine Aussage. Auf Befehle antwortet der Marine mit „Aye, Sir“ oder „Aye, Ma’am“ (z. B. „Ja, Sir!“, „Aye, Sir!“).
§ 6.6.4.3 – Verhalten gegenüber Unteroffizieren
Wird ein Marine von einem Unteroffizier oder höheren Unteroffizier (ab E-4 | Corporal) angesprochen, setzt er stets den Dienstgrad des Unteroffiziers hinter seine Aussage. Auf Befehle antwortet der Marine mit „Aye“ und dem Dienstgrad (z. B. „Ja, Corporal!“ oder „Aye, Corporal!“).
§ 6.6.4.4 – Verhalten gegenüber Unterstellten
Höhere Dienstgrade haben unterstellte Marines stets mit Dienstgrad und Namen anzusprechen. Dabei haben sie Autorität, Fairness und Verantwortung sicherzustellen und müssen jederzeit ein Beispiel für Disziplin, Professionalität und Ethik sein.
§ 6.6.4.5 – An- und Abmeldungen bei Vorgesetzten
Ein Marine hat sich stets mit Dienstgrad und Namen bei seinem Vorgesetzten an- und abzumelden. Die formelle Meldung variiert nach Auftrag und Situation:
- Verspätung: „Lieutenant, Corporal Dosenkohl meldet sich verspätet, Sir!“
- Vorzeitiges Verlassen: „Lieutenant, Corporal Dosenkohl meldet sich ab, Sir!“
- Auf Aufforderung: „Lieutenant, Corporal Dosenkohl meldet sich wie befohlen, Sir!“
- Bei Nachfrage: „Lieutenant, Erlaubnis zu sprechen, Sir?“
- Allgemeine Meldungen: „Lieutenant, Corporal Dosenkohl meldet –Sachverhalt–, Sir!“
- Zeremonien: „Lieutenant, Corporal Dosenkohl meldet: 2nd Rifle Squad steht wie befohlen!“
§ 6.6.4.6 – Achtung an Deck
Betritt ein Offizier oder höherer Unteroffizier (ab E-8 | First Sergeant) einen Raum – sei es im Sprachkanal oder während der Ausbildung – ist „Achtung an Deck!“ auszurufen. Alle beteiligten Marines stellen daraufhin Gespräche sofort ein und warten auf die ausdrückliche Entlassung durch den Offizier.
§ 6.6.4.7 – Uniform und Ausrüstung
Jeder Marine trägt Uniform und Ausrüstung jederzeit korrekt und auftragsentsprechend. Vor Einsätzen oder Inspektionen überprüft er Vollständigkeit und Funktionstüchtigkeit und meldet Mängel unverzüglich seinem Vorgesetzten.
§ 6.6.4.8 - Dienstbeginn und Dienstende
(1) Ein Marine gilt ab dem Moment des Betretens des Servers während Ausbildungen, Operationen oder sonstiger Veranstaltungen als im Dienst. Der Dienststatus endet mit dem Verlassen des Servers.
(2) Für alle sich im Dienst befindlichen Marines ist die strikte Einhaltung der Verhaltensrichtlinien, Dienstpflichten und Einsatzgrundsätze der 27th MEU zwingend erforderlich.
(3) Außerhalb dieser offiziellen Zeiten befindet sich der Marine außer Dienst. Ausgenommen hiervon sind Offiziere. Sie haben aufgrund ihres Ranges und ihrer damit verbundenen Verantwortung grundsätzlich eine dienstliche Haltung zu wahren und bleiben auch außerhalb offizieller Veranstaltungen in ihrer Rolle als Führungspersonal verpflichtet, angemessen und vorbildlich zu handeln.
§ 6.6.5. Führungsgrundsätze
§ 6.6.5.1 – Befehlskette
Jeder Marine ist Teil einer klar definierten Befehlskette. Befehle werden von höheren an nachgeordnete Ebenen weitergegeben und sind verbindlich auszuführen. Die Befehlskette dient der Kontrolle und der klaren Verantwortungsverteilung: Vorgesetzte tragen Verantwortung für ihre unterstellten Marines, während jeder Marine für die ordnungsgemäße Umsetzung der Befehle verantwortlich ist.
§ 6.6.5.2 – Verantwortlichkeiten des Commanding Officer (CO) MEU
Trägt die Gesamtverantwortung für die Einheit in Strategie, Einsatzführung, Disziplin und Ausrichtung. Änderungen des Unit Manuals, genehmigen von Kampagnen, Operationen und Verfahren und Kontrolliert diese auf korrekte Umsetzung
§ 6.6.5.3 – Verantwortlichkeiten des Executive Officer (XO) MEU
Unterstützt den CO bei Planung, Koordination und Umsetzung von Operationen und Ausbildungen. Überwacht die Befehlsausführung innerhalb der Einheit, vertritt den CO bei dessen Abwesenheit. und führt die Headquarter & Service Company
§ 6.6.5.4 – Verantwortlichkeiten des Sergeant Major MEU
Wird von den Angehörigen der Einheit als Vertreter ihrer Anliegen gewählt. Dient als Bindeglied zwischen Offizieren und Mannschaften. Überwacht Disziplin, Core Values, Moral und Leistungsbereitschaft der Marines und berät die Führungsebene in Personal- und Ausbildungsfragen.
§ 6.6.5.5 – Verantwortlichkeiten der Staff Section Officers / Staff Section Chiefs / Instructors
Planen, koordinieren und kontrollieren die Aufgaben innerhalb ihrer Sektionen (S-1 bis S-9). Führen die Ausbildung und das Coaching der untergeordneten Führungskräfte durch und sichern die Einsatzbereitschaft ihrer Sektionen.
§ 6.6.5.6 – Verantwortlichkeiten der Company / Section Commanders
Leiten die ihnen unterstellten Marines. Setzen Befehle des CO bzw. XO um, führen, betreuen und motivieren ihre Einheiten und sichern die korrekte Durchführung von Trainings und Operationen.
§ 6.6.5.7 – Verantwortlichkeiten der Company / Section Sergeants
Unterstützen die Commander bei Führung, Disziplin und Organisation. Überwachen die Einhaltung der Core Values und Vorschriften, betreuen unterstellte Marines und koordinieren den täglichen Dienstbetrieb.
§ 6.6.5.8 – Verantwortlichkeiten der Platoon / Squadron Commander
Führen Platoons oder Gruppen, planen Einsätze, geben Befehle an Squads weiter und melden Erfolge oder Probleme an den Company Commander.
§ 6.6.5.9 – Verantwortlichkeiten der Squad Leader / Aircraft Commander
Führen Squads oder Flugteams im Einsatz, setzen Befehle der Platoon Commander um und sichern Disziplin, Sicherheit und Effektivität ihrer Einheit.
§ 6.6.5.10 – Verantwortlichkeiten der Team Leader / Co-Pilots
Führen kleine Teams unmittelbar, setzen Squad-Befehle um, betreuen Teammitglieder und sichern deren Einsatzbereitschaft.
§ 6.6.5.11 – Verantwortlichkeiten der Marines
Führen erhaltene Befehle korrekt, unverzüglich und verantwortungsbewusst aus. Nehmen an Ausbildungen, Trainings und Operationen teil, pflegen ihre Ausrüstung, melden Probleme oder Verstöße und waren stets die Core Values sowie das Ansehen der Einheit.
§ 6.6.5.12 – Befehlsausgabe und Rechtmäßigkeit
Befehle sind klar, präzise und ohne unnötige Härte zu erteilen. Schikane oder Machtmissbrauch sind untersagt. Befehle folgen grundsätzlich dem SME- oder SMEAC-Schema. Marines sind verpflichtet, nur rechtmäßige Befehle auszuführen. Befehle, die gegen geltendes Recht, Dienstvorschriften oder die Grundsätze militärischer Ethik verstoßen, sind zu verweigern.
§ 6.6.5.13 – Betreuung und Förderung
Vorgesetzte sind verpflichtet, die fachliche und persönliche Weiterentwicklung ihrer Untergebenen aktiv zu fördern. Dazu gehören gezieltes Training, Mentoring und die Bereitstellung von Unterstützung bei dienstlichen wie auch persönlichen Problemen. Fehler sind konstruktiv zu korrigieren, mit dem Ziel, Leistungsfähigkeit und Motivation zu steigern. Disziplinarmaßnahmen bei Fehlverhalten müssen stets fair, transparent und gemäß den geltenden Vorschriften erfolgen.
§ 6.6.6. – Änderungen
Änderungen am Marine Manual dürfen ausschließlich durch die 27th MEU beschlossen werden. Voraussetzung ist eine Abstimmung mit einer Mindestmehrheit von drei Vierteln (¾) der stimmberechtigten Mitglieder sowie die ausdrückliche Zustimmung des Commanding Officer (CO) MEU.
§ 6.6.6.1 – Disziplinarmaßnahmen
Verstöße gegen dieses Manual werden dokumentiert. Je nach Schweregrad erfolgt eine Verwarnung, Nachschulung, temporäre Einschränkung der Aufgaben oder der Ausschluss aus der Einheit. Wiederholte Verstöße führen zu einer konsequenten Eskalation gemäß den geltenden Disziplinarrichtlinien.
§ 6.6.6.2 – Inkrafttreten
Dieses Manual ersetzt alle vorherigen Versionen und tritt mit seiner Veröffentlichung in Kraft, sobald die gebotene Stimmenanzahl in einer öffentlichen Abstimmung gegeben ist.